Archiv für März, 2016

Christina Westerhorstmann Mrz 2016

Wie Franchise-Geber vom Aufbau einer Arbeitgebermarke profitieren können

Keine Kommentare Kommunikation, Partnerakquisition

Der „War for Talents“ ist seit Jahren im vollen Gange. Unternehmen buhlen um die besten Kräfte und investieren Millionen ins Personalmarketing, um diese für sich zu gewinnen. Auch an der Franchise-Wirtschaft macht diese Entwicklung keinen Halt. Es mangelt an einer ausreichenden Zahl an Interessenten – im Durchschnitt haben deutsche Franchise-Systeme im vergangenen Jahr gerade mal 1,6 neue Franchise-Partner netto hinzugewonnen. So wie die allermeisten Unternehmen müssen auch Franchise-Geber heutzutage mehr als noch vor Jahren dafür tun, um auf dem Arbeitsmarkt punkten zu können. Denn vor allem dort treffen sie auf den größten Pool an potenziellen Franchise-Partnern: Jedes Jahr wechseln rund fünf Millionen Angestellte ihren Arbeitsplatz.

Engagement und Commitment fördern

Alleine mit dem Schalten einer „simplen“ Anzeige, ist es in der Regel nicht getan. Vielmehr geht es heute um das sogenannte „Employer Branding“. Nicht das, was man gerne über sich hört, ist entscheidend, sondern das, was tatsächlich über einen gedacht wird. Das Image als Arbeitgeber hat entscheidenden Einfluss darauf, ob es gelingt, neue Kräfte zu gewinnen:

  • 52 Prozent der Arbeitnehmer würden nicht zu einer schwachen Arbeitgebermarke wechseln, so eine im November 2015 veröffentlichte Studie von „LinkedIn“.
  • Fast ein Drittel der deutschen Arbeitnehmer würde bei einem Jobwechsel auf eine Gehaltserhöhung verzichten, wenn das neue Unternehmen eine starke Arbeitgebermarke ist.
  • Im umgekehrten Fall würden sich 21 Prozent den Wechsel zu einer schwachen Arbeitgebermarke mit einem Gehaltsaufschlag von mindestens 10 Prozent kompensieren lassen.

Kein Wunder, dass „Employer Branding“ in den HR-Abteilungen eine Top-Priorität genießt. Dabei dienen die Investitionen in diesen Bereich nicht nur der einfacheren Personalgewinnung. Eine Studie der Universität St. Gallen für das Zentrum für Arbeitgeberattraktivität zeigt: „Mitarbeitende, die ihren Arbeitgeber als attraktiv empfinden, zeigen höheres Engagement und Commitment. […] Ist ein Arbeitgeber also für seine Mitarbeitenden attraktiv, fühlen sie sich mit dem Unternehmen sehr verbunden und verrichten ihre Arbeit mit Stolz und Begeisterung.“ Die Unternehmensleistung steige um 16 Prozent, der Return on Invest und die Kundenbegeisterung jeweils um 12 Prozent.

Warum würden Sie sich in Ihrem Unternehmen bewerben?

Und im Franchise? Was können Franchise-Geber aus diesen Erkenntnissen lernen? Auch Franchise-Geber müssen ihre Marke weiterdenken. Nicht nur in Bezug auf ihre Produkt- oder Konsumentenmarke, sondern auch in Bezug auf ihre Arbeitgeber- und Franchise-Marke gilt es, ein klares Profil herauszubilden und sich zu positionieren.

Haben Sie sich einmal überlegt, warum sich ein gut ausgebildeter Facharbeiter mit jahrlanger Erfahrung gerade bei Ihnen Franchise-Partner bewerben sollte? Was macht Sie als Arbeitgeber und Franchise-Geber besonders? Wofür stehen Sie? Wie ist das Klima unter Ihren Franchise-Partnern und den Mitarbeitern? – mit diesen und anderen Fragen sollte sich jeder Franchise-Geber regelmäßig beschäftigen und eine Strategie für die eigene Markenbildung entwickeln. So kann es Ihnen gelingen, sich auf dem Arbeitsmarkt zu behaupten und im „War for Talents“ zu punkten.

Kanalübergreifend kommunizieren

Die Maßnahmen, die dem Auf- und Ausbau einer Arbeitgeber- und Franchise-Marke dienen, sind vielfältig. Ein Patentrezept gibt es nicht. Gleichwohl sollte die gesamte Kommunikation zielgruppenorientiert und über alle Kommunikationskanäle hinweg ausgerichtet werden. Sämtliche Instrumente – von der dialogfähigen Karrierewebsite über wirksame Kommunikationsinstrumente bis hin zu externen und internen Veranstaltungen – sollten die Kernbotschaften wiedergeben. Hilfreich ist es, sich einmal in seine Zielgruppe hineinzuversetzen: Welche Informationen würden Sie erwarten, damit sie bereit wären, Ihr Erspartes zu investieren? Und achten Sie auf Authentizität. Ein klares Bekenntnis zur Authentizität ist eines der wichtigsten Gebote. Denn nicht das, was Sie gerne über sich hören möchten, ist entscheidend, sondern das, was beim Empfänger tatsächlich ankommt…

Sie finden dieses Thema interessant? Dann sollten wir den Dialog persönlich fortsetzen. Rufen Sie mich an unter 0228-91158.22.

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Felix Peckert Mrz 2016

Partnergewinnung: Auf dem Arbeitsmarkt spielt die Musik

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Hätten Sie es gewusst? Vier bis sechs Millionen Arbeitnehmer wechseln in Deutschland ihren Arbeitsplatz – Jahr für Jahr. Laut der Randstad-Award-Studie 2015 [www.randstad-award.de] suchen sie nicht nur nach einer Möglichkeit, mehr Einkommen zu erzielen. Mehr Anerkennung und bessere Karriereperspektiven gehören ebenso zu den häufigsten Wechselgründen. Für Franchise-Systeme bietet der Arbeitsmarkt damit ein enormes Potenzial. Wer neue Franchise-Partner gewinnen will, sollte dem Pool an wechselwilligen Arbeitnehmern weitaus mehr Beachtung schenken.

Bis dato gelingt es der Franchise-Wirtschaft (noch) nicht, von dieser wechselbedingten Dynamik des Arbeitsmarkts zu profitieren. Ein Blick in die Zahlen: 2015 wuchsen die Franchise-Systeme hierzulande nur sehr moderat. 1,6 Franchise-Partner wurden im Schnitt netto pro System hinzugewonnen. Insgesamt wuchs die Zahl der Franchise-Partner um rund 1.500. Zum Vergleich: Im Jahr 2005 konnte noch ein Netto-Wachstum von knapp 9.500 neuen Franchise-Partnern realisiert worden. Sicher, viele Franchise-Systeme haben sich in den letzten Jahren umgestellt und wachsen heute auch von innen heraus. Wer jedoch seine Marktposition langfristig halten und ausbauen möchte, muss auch neue Franchise-Partner finden und binden.

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Von den Besten lernen

Wie das geht? Einige Franchise-Systeme stemmen sich erfolgreich gegen den Trend. Sie gewinnen auch heute mehr als zehn Franchise-Partner pro Jahr hinzu. Was machen diese Systeme anders?

  1. Das Suchprofil für neue Franchise-Partner ist präzise und passt sowohl zu den Anforderungen des Betriebstyps als auch zu denen des Arbeitsmarktes. Die Ansprache der Kandidaten erfolgt passgenau und folgt einer abgestimmten Kommunikationsstrategie.
  2. In der Kommunikation werden die Vorteile einer Franchise-Partnerschaft im Allgemeinen und des angebotenen Job-Profils als Franchise-Partner klar herausgearbeitet.
  3. In den Franchise-Zentralen sitzen Vertriebs- und Gründungsprofis, die alle Interessenten ernstnehmen und die „passenden“ zu begeistern verstehen.
  4. Ihre Franchise-Partner realisieren ein höheres Einkommen als sie es als Angestellte erwarten konnten. Dabei haben sie die Perspektive über die eigene Expansion weiter zu wachsen.
  5. Der angebotene Betriebstyp ist zeitgemäß, attraktiv und zukunftsfähig. Dadurch fällt es den Franchise-Partnern nicht nur leichter, sich selbst mit der Marke und dem System zu identifizieren. Sie profitieren auch bei der Gewinnung und Motivation ihrer eigenen Mitarbeiter.

Zauberwort „Employer Branding“

Die gute Konjunktur und hervorragende Verfassung des Arbeitsmarktes sind also keineswegs direkt für die Wachstumsschwäche in der Franchise-Wirtschaft verantwortlich. Tatsächlich handelt es sich wohl eher um ein hausgemachtes Problem: Entscheidend ist es, Strategien zu entwickeln, wie die Arbeitsplatzwechsler sinnvoll angesprochen und begeistert werden können. Es gilt, Arbeitnehmer davon zu überzeugen, dass eine Franchise-Partnerschaft für sie die bessere Job-Perspektive bieten kann – und das trotz oder gerade wegen der damit verbundenen Investition.

PR-Maßnahmen nehmen dabei eine Schlüsselrolle ein. Sie tragen dazu bei, das öffentliche Bild über ein Unternehmen zu prägen. Und das gilt auch in Bezug auf die Wahrnehmung als attraktive Arbeitgeber-Marke. Das sogenannte „Employer Branding“ gilt inzwischen bei vielen Unternehmen als Zauberwort im Rennen um die besten Kräfte. Auch für Franchise-Systeme verspricht der Aufbau einer guten Reputation als Arbeitgebermarke eine lohnenswerte Investition zu sein, die sich langfristig auszahlt.

Sprechen Sie uns an, wenn Sie mehr über das „Employer Branding“ für Franchise-Systeme erfahren möchten. Christina Westerhorstmann steht Ihnen als Ansprechpartnerin unter 0228-91158.22 zur Verfügung.

Oder kommen Sie zum nächsten :DIALOG ÖFFENTLICHKEITSARBEIT. Der offene Erfahrungsaustausch von Franchise-Gebern – unter Mitwirkung des Deutschen Franchise-Verbands e.V. – geht in seine 5. Runde. Der nächste Dialog findet statt am Donnerstag, 28. April 2016 bei Bodystreet in Karlsfeld bei München. Weitere Infos unter www.peckert.de/dialog.

 

Fotonachweis: © Marco2811 – Fotolia.com

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