Ferit Demir 02 Mai 2011

10 Gründe warum Franchise-Unternehmen in Social Media investieren müssen

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Immer häufiger werde ich von Unternehmen mit der Frage konsultiert, welche Gründe eine Investition in Social Media rechtfertigen. Der Kontrollverlust und die Social-Media-Fehltritte einiger anderer führen zunehmend zu Verunsicherung bei den Verantwortlichen. Die größte Herausforderung in meinen Workshops ist die Sensibilisierung der Teilnehmer und die Überzeugung des Managements für eine langfristige Strategie. Warum jedes Franchise-Unternehmen kurz- oder langfristig in Social Media investieren muss habe ich in zehn Gründen zusammengestellt.

  1. Kontrolle:
    Die Gespräche finden statt, egal ob Sie im Bereich Social Media aktiv sind oder nicht. Der Kontrollverlust ist schon eingetreten. Die Abstinenz in diesen Medien bedeutet für Ihr Unternehmen, dass Sie noch weniger Kontrolle haben. Wenn Sie keine Social-Media-Infrastruktur haben, können Sie weder mitsprechen, noch erfahren Sie, worüber die anderen Online-Teilnehmer sprechen.
  2. Prävention:
    Die häufigste Frage ist, wie mit Negativmeinungen umzugehen ist. In Krisenzeiten hilft nur: zeitnahe Kommunikation. Social Media ist in diesem Kontext das schnellste Medium. Nur durch proaktives Engagement und frühzeitige Positionierung von positiven Inhalten, können Sie Negativkommentare etc. neutralisieren oder relativieren. Mit dem richtigen Set-up kanalisieren Sie Ihre Kritiker auf eigene Kanäle, was Sie reaktionsfähiger macht.
  3. Werbekanal:
    Social Media ist kein weiterer Werbekanal. Wer es als ein Kommunikationsinstrument begreift, kann Wettbewerbsvorteile aufbauen. Erfolgreiche Unternehmen steuern über Ihre Online-Kommunikationskanäle Marketing, Public Relations, Human Ressources, Kundenservice, Forschung und Entwicklung, Business Development oder Vertrieb. Fakt ist, dass die Ausgestaltung abteilungsübergreifend und unternehmensspezifisch ist.
  4. Kosten:
    Der professionelle Einsatz von Social Media hat einerseits ihren Preis, auf der anderen Seite optimiert es die internen und externen Kommunikationsprozesse. Viele Kunden- oder Interessentenanliegen klären sich in Ihren Social-Media-Kanälen – ohne dass Ihr Kundenservice oder Callcenter in Anspruch genommen wird. Langfristig sparen Sie so im Schnitt 20 bis 30% im Customer Care. Auch im Bereich Marktforschung oder im Business Development sind beachtliche Einsparungen möglich, vorausgesetzt Sie öffnen sich gegen über Ihren Kunden.
  5. Reputation:
    Social Media Engagement ist die schnellste und wirksamste Methode, Ihr Online-Image (Reputation) aktiv voran zu bringen. Sie können durch gezielte Maßnahmen ihr Themengebiet im Internet besetzen. Bieten Sie Ihren zufriedenen Kunden eine Plattform, wo sie diese für alle sichtbar zum Ausdruck bringen können.
  6. Suchmaschinenoptimierung:
    Die Suchmaschinen folgen dem Trend der Echtzeitkommunikation und nehmen zeitnah Social-Media-Inhalte in Ihren Index auf. Social-Media-Signale haben eine wachsende Bedeutung und werden immer mehr zum Ranking-Faktor. In Zukunft erhöhen aktive Online-Kanäle die Sichtbarkeit Ihres Unternehmens sowohl in sozialen Netzwerken als auch in den Suchmaschinen.
  7. Netzwerk:
    Netzwerke kann man nicht kaufen, man muss Sie aufbauen. Es ist eine langfristige Aufgabe, die viel Engagement erfordert. Eine hohe Vernetzung im unternehmensrelevanten Themengebiet ist ein Alleinstellungsmerkmal, das von Wettbewerbern nicht einfach so kopiert werden kann.
  8. Reichweite:
    Viele Unternehmen sind abhängig von gekauften Reichweiten (von Bannerwerbung, Partnerprogrammen oder Suchmaschinenwerbung). Im Gegensatz zu gekauften Reichweiten gehören „vernetzte Reichweiten“ dem Unternehmen. Mit Social Media bauen Sie sich in der Kommunikation ein zweites Standbein auf und machen sich von den bezahlten Medien unabhängiger, indem Sie in den Ausbau Ihrer Unternehmensstrukturen im Internet investieren.
  9. Präsenz:
    Was für Franchise-Unternehmen die einheitliche Marktpräsenz in den lokalen Märkten ist, ist im Internet die einheitliche Präsenz in den sozialen Kanälen. Das Produkt oder die Dienstleistung geht dorthin, wo die potentiellen Kunden sich aufhalten. Daher müssen soziale Kanäle genauso sensibel gepflegt werden, wie die Unternehmenswebsite.
  10. Mitarbeiter- und Partnerakquisition:
    Die großen Unternehmen zeigen durch speziell auf Human Ressources ausgerichtete Social-Media-Kanäle, in welche Richtung Mitarbeiter-Recruitment geht. Eine gute Vernetzung und eine authentische Online-Kommunikation ist der Preis für talentierte Mitarbeiter. Die richtigen Mitarbeiter entscheiden über den Unternehmenserfolg und das Wachstum. Dies gilt auch für die Akquisition von neuen Franchise-Partnern bei Franchise-Unternehmen. Der Trend geht eindeutig in Richtung Social Media Employee Branding.

Die Ganze Entwicklung macht deutlich, dass es nur eine Frage der Zeit ist, wann sich Unternehmen mit der Frage Social Media beschäftigen werden und wann Sie es auf Ihre Prioritätenliste setzen. Ich hoffe mit diesem Beitrag, Ihnen die Dringlichkeit einer frühzeitigen Social-Media-Strategie gezeigt zu haben.

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